Аннотация:Innerhalb je spezifischer kultureller und sozialer Kontexte werden viele Phanomene als sensitiv erachtet: Hierzu gehoren etwa Gegenstande, die als privat, belastend oder religios definiert werden. Gesprache hieruber haben schnell einen emotionalen Charakter, so z.B., wenn es um Tod oder Sex geht. Ebenso konnen Bereiche, in denen die Gefahr der Stigmatisierung besteht, als sensitiv betrachtet bzw. erlebt werden, also z.B. bei der Untersuchung von Subkulturen oder von politisch sensiblen Themen. Deshalb werden Ethik-Komitees eingerichtet, denen es obliegt, die befragten Personen oder Personengruppen im Verlaufe des Forschungsprozesses zu schutzen. Allerdings zeigen eigene Erfahrungen ebenso wie Berichte in der Literatur, dass dies keinesfalls die einzige Gruppe ist, die im Forschungsprozess potentiellen Risiken ausgesetzt ist: Risiken - sowohl physische als auch psychische - konnen ebenso die Forschenden, die Personen, die z.B. Interviews verschriften, diejenigen, die den Prozess supervidieren und schlieslich auch die Leser und Leserinnen von Veroffentlichungen treffen. Um eventuelle Gefahren fur alle am Forschungsprozess Beteiligten moglichst gering zu halten, ist es deshalb sinnvoll, Sicherheitsprotokolle bzw. -richtlinien zu formulieren, die es erlauben, potentielle Risiken bereits zu Beginn der Forschungsarbeit zu erkennen und zu minimieren bzw. angemessen auf im Laufe des Forschungsprozesses entstehende Belastungen oder Gefahrdungen zu reagieren.
URN: urn:nbn:de:0114-fqs0101220